Peter Marquant, geboren 1954 in Wien, lebt und arbeitet auf Mallorca und in Wien.

 

Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Josef Mikl und Wolfgang Hollegha von 1972 bis 1981. Zahlreiche Ausstellungen in Österreich und Mallorca sowie internationale Messeteilnahmen und Beteiligung an Museumsausstellungen.

 

Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

90 x 70 cm

 

Preis auf Anfrage

Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

100 x 80 cm

 

Preis auf Anfrage

Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

90 x 70 cm

 

Preis auf Anfrage

Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

120 x 90 cm

 

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Peter Marquant, Ohne Titel, Öl und Sand auf Leinen, 2000,

70 x 45 cm

 

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Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

120 x 90 cm

 

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Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

45 x 70 cm

 

Preis auf Anfrage

Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

45 x 70 cm

 

Preis auf Anfrage

Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

45 x 70 cm

 

Preis auf Anfrage


Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

120 x 90 cm

 

Preis auf Anfrage

Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

120 x 90 cm

 
Preis auf Anfrage

 

Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

100 x 80 cm

 
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Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

45 x 70 cm

 

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Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2020,

80 x 100 cm

 

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Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021,

45 x 70 cm

 

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Peter Marquant, Ohne Titel, Aquarell auf Papier,

2010, 50 x 70 cm

 

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Peter Marquant, Ohne Titel, Aquarell auf Papier,

1996, 34 x 49 cm

 

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Peter Marquant, Ohne Titel, Aquarell auf Papier,

1994, 50 x 70 cm

 

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Peter Marquant, Ohne Titel, 2000, Öl und Sand auf Leinen, 70 x 45 cm

 

Preis auf Anfrage

Peter Marquant, Ohne Titel, Leimfarben auf Leinen, 2021, 90 x 70 cm

 

Preis auf Anfrage

Ausstellungsansichten Peter Marquant - Architektonisches - Malerisches 2020

 

ANNÄHERUNG UND WIDERSTAND

 

Von Prof. Gerhard Gleich

 

 

Als ehemaliger Assistent von Wolfgang Hollegha am Wiener Schillerplatz, hatte ich Gelegenheit, die Arbeit Peter Marquants seit nunmehr vierzig Jahren aus der Nähe und aus der Ferne zu verfolgen, sowie ihn ein Stück seines Weges zu begleiten. Als er in seinem zweiten Studienjahr in unsere Klasse wechselt, stand er noch stark unter dem Einfluss seiner Lehrer, was bei einem Achtzehnjährigen nicht außergewöhnlich, aber auch dem Umstand geschuldet war, dass die Mauern der Meisterschulen damals noch sehr hoch waren und die Prinzipien der Meisterschulleiter eine unumgängliche Wahrheit darstellten, der man sich kaum entziehen konnte.

 

Die Unterwerfung unter dieses ideologische Diktat ging soweit, dass es zunächst schwer fiel, die Arbeiten einiger Studenten, nach dem gemeinsamen Malen eines Motivs, auseinanderzuhalten. Dies war nicht nur für unsere Klasse charakteristisch. Wer stark genug war, konnte überleben und Marquant gehörte zu diesen Widerstandsfähigen. Simpler Darwinismus, könnte man sagen.

 

 

Die Beachtung bestimmter Prinzipien hat außerdem noch niemandem geschadet und eine früh erworbene Disziplin hat die angehenden Künstler befähigt, sich nach der Schule durch manche Schwierigkeiten durchzubeißen. Fünfundzwanzig Jahre später war das Wort Disziplin zum Hasswort an der Akademie mutiert, ganz gleich in welchem Zusammenhang, es erwähnt wurde. Soviel zur Vergangenheit. Es gibt den oft zitierten Ausspruch Picassos: „Ich suche nicht, ich finde!“. Diese Aussage ist auf die Arbeit des Künstlers Peter Marquant, wie ich meine, NICHT anwendbar obwohl nicht auszuschließen ist, dass er manch Nützliches am Wegesrand aufgelesen hat. Er ist ein Suchender, wenn auch ein sehr erfolgreicher. Mir kommt vor, als würde Marquant, um es in der Sprache der Goldgräber zu sagen, sich immer neue Claims abstecken, um dort, auch unter widrigen Bedingungen so lange zu schürfen, bis die malerische Wahrheit zu Tage kommt. Und ich fand und finde, dass er keine Mühe scheut. Ich habe einige dieser Arbeitsschübe verfolgen können, ob es sich um die Arbeit vor der Landschaft und deren Umformung, die zeichnerische Annäherung an Rembrandt, sowie die in diesem Zusammenhang entstandenen Zeichnungen und Radierungen an der selbstgebauten Druckerpresse handelte. Die monumentalen Stillleben, der jahrelange Kampf mit dem Porträt, mit Rembrandt im Nacken, sozusagen, das alles hat ihn stark geprägt. Kein Ziel war ihm zu hoch. Wenn Peter Marquant die Frage, ob er sich für einen fleißigen Maler hält, mit der kaustischen Antwort: “Fleißig nicht, aber dafür schnell...“ beantwortet, so straft ihn ein Blick in sein Atelier Lügen.

 

 

Wenn man über den Aufbau von Bildern, über deren formales Konzept, gelegentlich nach Worten ringt, weicht man gerne auf angrenzende Felder der Künste aus. Man macht dann gerne Vergleiche mit der Musik oder spricht von der Architektur eines Bildes, von seiner Konstruktion, von Spannungen die auftreten können. Man erwähnt das Gerüst der Abstraktion, das notwendig ist, damit das Bild nicht in sich zusammenfällt. “Die Abstraktion, das heißt, dass man das , was man in der Realität sieht, in die Ebene überträgt“, so Marquant in einem Interview mit Wolfgang Drechsler, ist eine essentielle Errungenschaft von den alten Meistern bis zum heutigen Tag. Das Sehen ist allen Menschen gemeinsam. Aber richtig sehen zu lernen, erfordert einen erheblichen Aufwand.

 

 

Oder man unterhält sich in Post-Greenberg Manier einfach über Good Art und Bad Art. In seinen hier erstmals gezeigten Bildern beschäftigt sich Marquant tatsächlich mit dem Bauen, aber sozusagen am Nullpunkt der Architektur, dem POINT ZERO, wie ihn Roland Barthes in seinem berühmten Essay für die Literatur ausgemacht hat. Es handelt sich hier nicht um die Darstellung einzelner Bauten sondern um den malerischen Umgang mit Formen anonymer, archaisch-talayotischer, aber auch zeitgenössischer Architektur, die das Bild der balearischen Inseln prägen, wohin es den Maler Marquant seit nunmehr dreißig Jahren verschlagen hat und wo er seither lebt und arbeitet.

 

Eine Erzählung von Steinblöcken, anonymen Trockenmauern, von megalithischen Steinplatten, eingestürzten Behausungen und Grotten, der Blick durch steinerne Fenster. Der Wunsch, den Rhythmus dieser Aneinander-Reihungen, Überbrückungen und Stützen, auszuloten und malerisch, gelegentlich fast kalligrafisch wiederzugeben, wird mit einer großen Sicherheit des Strichs in Szene gesetzt. Der in der chinesischen Tuschmalerei so kultivierte trockene Pinselstrich wird häufig von einem Farbsee aufgenommen. L’oeil ecoute, eine Sammlung von Essays über Malerei von Paul Claudel weist auf die musikalische Ebene der bildenden Künste hin. Das Aufeinandertreffen von Parallelität und Schiefheit, von Monumentalität und Zartheit in meist zurückgenommener Farbigkeit, all das, eingebettet in Bezüge zur neueren Kunstgeschichte. Eine parabolische Erklärung der Welt, eine Aufforderung zum Hineinhören in die Malerei.

 

 

Gerhard Gleich