Katharina Prantl

 

 

Katharina Prantl, Am Meeresgrund, Mischtechnik auf Leinen, 140 x 190 cm, 2016

 

 

Katharina Prantl, 1958 geboren in Wien, lebt und arbeitet in Wien und Pöttsching/ Burgenland. Die Tochter des Künstlerehepaares Karl Prantl und Uta Peyrer-Prantl studierte von 1978 bis 1981 bei Max Weiler an der Akademie der bildenden Künste in Wien und von 1981 bis 1983 in der Meisterklasse Arnulf Rainer. Zahlreiche internationale Ausstellungen in New York, Istanbul, Budapest, Bratislava und Italien. Für ihr Kunstbuch „Gehen von Stein zu Stein“ wurde sie mit dem österreichischen Staatspreis ausgezeichnet.

 

Woher kommen die Dinge? Wo liegt ihr Ursprung?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich Katharina Prantl in ihren jüngsten Werken, die ab 15. September in der Galerie Amart zu sehen sind. Sie spürt den "Quellen" nach, indem sie ihre Impressionen einfängt, sie aufsaugt, sie verinnerlicht und mit Pinsel und Farbe auf die Leinwand übersetzt. "Quellen" sowohl im metaphorischen wie auch im physischen Sinne, das Wasser als Sinnbild des Flusses und des Wandels, als auch als Grundlage allen Lebens.

 

Über viele Monate hinweg widmet sie sich einem einzigen Themenkomplex und arbeitet dabei an mehreren Bildern gleichzeitig. Dabei ist das sich tragen lassen, sich lenken lassen das Ergebnis konzentrierter und konsequenter Arbeit. Während des Trocknungsprozesses der stark verdünnten Farben entstehen auf der Leinwand Strukturen, die an die Lebendigkeit von Porzellanglasur nach dem Brennvorgang erinnern. Am Ende ihres Malprozess entsteht der Eindruck einer von Leichtigkeit getragenen Momentaufnahme.

 

Sie sind hiermit herzlich zum Sich- Verlieren in himmlischen Farbfeldern eingeladen: ab Donnerstag 15. September, in der Galerie Amart.

 

 

Katharina Prantl wird von Landschaften inspiriert. Sie unternimmt weite Reisen und nimmt Orte in sich auf - New York, Villa Lante, Venedig, Rom, Neumexiko, Nevis. Ihre Bilder offerieren die Beziehung des Lebens zum Rhythmus, zur Zeitlichkeit und emotionalen Intensität der Anwesenheit an einem Ort. Die Malerin schlägt eine fragile Brücke über den Abgrund, wenn sie die verstörende, unendliche Verschiedenheit zu einer bestimmten Farbe und Tonalität reduziert, wenn sie die verschiedenen Beziehungen herausarbeitet, die es ihr möglich machen, sich auf die harmonisierenden Elemente zu konzentrieren. Sie zeigt nicht einfach aufgeklärten Hedonismus, der seinen Durst nach der Welt der Dinge löscht, stattdessen offenbart sie Können und Verständnis in der Freude, die sie an der Fülle der Konstellationen der Sinneseindrücke hat und die von ihr in ein Objekt intellektueller Erfahrung gewandelt werden.

 

 

Max Weiler über Katharina Prantl:

 

"Es ist schon eine Zeit her, und ich hatte noch eine Schule an der Akademie der Bildenden Künste, da kam die Katharina Prantl, eine seltsame junge Malerin, die schon genau wusste, was sie wollte. In ihren künstlerischen Außerungen zart und mehr den Sternen zugetan als der Erde. Ich schätzte sie bald sehr und ihre Bilder unterschieden sich absolut von denen anderer Schüler. Außerdem war sie in unserem Sinn sehr gebildet und fühlte sich, wie konnte es bei ihrer Herkunft anders sein, in der Kunst heimisch. Sie ist sehr begabt und es scheint mir sie stehe der Kunstarbeit fast spielerisch gegenüber. Sie könnte es sich einfach machen und sich einer Allerweltssprache (ich meine formale Ausdrucksweise) bedienen, die jeder Kunstvermittler versteht und jeder Beschauer, aber das tut sie nicht und das ist gut so."

 

-Max Weiler

 

 

Katharina Prantl, Weihnachten Nevis, Mischtechnik auf Leinen, 85 x 145 cm, 2016

 

 

Katharina Prantl, Karibik Nevis, Mischtechnik auf Leinen, 90 x 145 cm, 2016

 

 

Katharina Prantl, Am Wasser Nevis, Mischtechnik auf Leinen, 50 x 70 cm, 2016

 

 

Katharina Prantl, Lipstick Palm Tree, Mischtechnik auf Leinen, 90 x 150 cm, 2016

 

 

Katharina Prantl, Der Tropfen, Mischtechnik auf Leinen, 50 x 70 cm, 2016

 

 

Katharina Prantl, Grundlsee, Öl auf Leinen, 80 x 120 cm, 2012

 

 

Katharina Prantl, Bilderserie in Schwarz, Öl auf Leinen

 

 

Katharina Prantl, Sommer in Pannonien, Öl auf Leinen

 

 

Katharina Prantl, Bilderserie in Schwarz, Öl auf Leinen

 

 

Katharina Prantl, Salento II, Öl auf Leinen, je 100 x 10 cm, 2015

 

 

Katharina Prantl, Bilderserie in Schwarz, Öl auf Leinen